4. Aufbau von Mantel-Thermoelementen
Mantel-Thermoelemente unterscheiden sich von den Thermoelementen durch
ihre kleinere Bauart und ihre Biegbarkeit, so daß sie auch an schwer zugängliche
Meßorte herangeführt werden können. Darüber hinaus sind sie
erschütterungsfest und druckbeständig. Zur Herstellung von Mantelthermoelementen
wird eine Mantelleitung verwendet, die aus einem hitze- und
korrosionsbeständigem Metallrohr (Mantelrohr) besteht, in dem die Thermopaare
allseitig von einem hochverdichteten mineralischem Isolierpulver umgeben
sind. Durch das Isolierpulver sind die Thermodrähte sowohl voneinander als auch
vom Mantelrohr isoliert. Der äußere Mantelrohr-Durchmesser beträgt 0,25 bis 15
mm. Derartige Mantelleitungen werden nach speziellen Verfahren hergestellt,
indem der gesamte Werkstoffverbund (Mantelrohr, Isolation und Thermodrähte)
durch geeignete Verformungsschritte (z.B. Walzen und Ziehen mit
Zwischenglühungen) von einem Außendurchmesser von ca. 15 bis 25 mm auf den
gewünschten Enddurchmesser gezogen und dabei in Form von Kabelringen
aufgewickelt wird.
Bei der Herstellung von Mantelthermoelementen wird die benötigte
Mantelleitung abgelängt und gerichtet. Anschließend werden die Thermodrähte an
einem Leitungsende zusammengeschweißt (Meßstelle) und das Mantelrohr wird an
diesem Ende mit einer Endkappe aus dem gleichen Werkstoff verschlossen. An dem
anderen Leitungsende, der sogenannten Anschlußstelle, werden die freien Enden
der Thermopaare je nach Kundenwunsch z.B. an einen dafür geeigneten Stecker oder
an einen Keramiksockel angeschlossen.
Bild 3 zeigt ein Mantel-Thermoelement mit
angeschlossenem Standard-Stecker :
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