7. Aufbau von Widerstandsthermometern :
Ein genormtes Widerstandsthermometer besteht aus einer Schutzarmatur und
einem auswechselbaren Meßeinsatz, der in die Schutzarmatur eingebaut wird. Der
eingebaute Meßeinsatz ist in der Schutzarmatur u.a. gegen Feuchtigkeit sowie
gegen chemische und mechanische Beanspruchung geschützt.
7.1 Schutzarmaturen von Widerstandsthermometern
Die Schutzarmatur besteht ihrerseits im wesentlichen aus dem
Anschlußkopf, dem Schutzrohr und einem Prozeßanschluß, mit dem die Schutzarmatur
am Einsatzort befestigt wird. Es sind sowohl Schutzrohre mit einem über die
gesamte Länge konstanten (Außen-) Durchmesser als auch solche mit einer konisch
verjüngten Meßspitze erhältlich. Als Prozeßanschluß wird zumeist ein an das
Schutzrohr angeschweißter Einschraubzapfen bzw. Flansch oder ein auf dem
Schutzrohr verschiebbarer Anschlagflansch bzw. eine verschiebbare Gewindemuffe
verwendet. Davon ausgenommen sind Schutzarmaturen mit Einschweiß-Schutzrohren,
bei denen das Schutzrohr gleichzeitig als Prozeßanschluß dient. Im
folgenden Bild 5 ist beispielhaft ein Widerstandsthermometer mit einer
Einschraub-Schutzarmatur und eingebautem Meßeinsatz
dargestellt.
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![Aufbau vom Widerstandsthermometer]() 
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a. Anschlußkopf (AK) b. Verschraubung : dient zur
Befestigung des Anschlußkopfes. c. Meßeinsatz (ME) : siehe
hierzu auch Bild 6 und den Text unter 7.2 (unten) d.
Einschraubzapfen : Prozeßanschluß, Außengewinde zumeist G1/2" oder
G1" e. Schutzrohr (SR) : einteiliges Rohr vom Anschlußkopf bis zur Meßspitze (nur
bei Schutzarmaturen mit einem Einschweiß-Schutzrohr sind Halsrohr und
Schutzrohr zwei getrennte Rohre, die mitteinander verschraubt
sind.)
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7.2 Meßeinsätze von
Widerstandsthermometern
Der Meßeinsatz besteht im wesentlichen aus einem Einsatzrohr, in dem sich
der Meßwiderstand und die Innenleitungen befinden sowie einem keramischen
Anschlußsockel, der auf einer Flanschplatte (Ronde) befestigt ist. Innerhalb des
Einsatzrohres sind die Innenleiter mittels eines keramischen Isolierstabes
sowohl voneinander als auch vom Einsatzrohr isoliert. Anstelle des starren
Einsatzrohres und des Isolierstabes kann auch eine mineralisolierte
Mantel-Leitung verwendet werden, die in ihrem Aufbau und in ihrer Herstellung
einer Mantel-Leitung für Mantel-Thermoelemente entspricht, wobei anstelle der
Thermodrähte jedoch Cu-Drähte als Innenleiter verwendet werden. In diesem Fall
befindet sich der Meßwiderstand in einem starren Metallröhrchen, das an die
Mantel-Leitung angeschweißt ist. Die Flanschplatte ist mit dem Einsatzrohr bzw.
dem Mantelrohr verschweißt. Je nach Anschlußtechnik und Ausführung des
Meßwiderstandes (einfach oder doppelt) sind auf dem Anschlußsockel bis zu acht
Anschlußklemmen (z.B. bei 2 x Pt 100 in Vierleiterschaltung) angebracht. Am
Anschlußsockel befinden sich üblicherweise gefederte Befestigungsschrauben, mit
denen der Meßeinsatz federnd in der Schutzarmatur befestigt wird. Die Federung
bewirkt, dass die Spitze des Meßeinsatzes (auch bei unterschiedlichen
Wärmeausdehnungen von Schutzrohr und Meßeinsatz) ständig Kontakt mit dem
Schutzrohrboden hat, so dass immer ein guter Wärmeübergang gewährleistet ist.
Im Bild 6 sind verschiedene Ausführungen von Meßeinsätzen dargestellt
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a. Befestigungsschrauben mit Federn b. Anschlußsockel
mit Anschlußklemmen c. Flanschplatte (Ronde) d.
Einsatzrohr (starr) e. Keramischer Isolierstab
f. Innenleiter (z.B. Silber- oder Nickel-Drähte) g.
Isolierpulver h. Meßwiderstand i. Mantel-Leitung
(ML) : bestehend aus Mantelrohr, Isolation und Cu-Innenleitern k.
Metallröhrchen (der Durchmesser dieses starren Röhrchens kann auch größer
sein als der Durchmesser der
Mantel-Leitung)
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